Kleines Südtiriol-Lexikon
EnrosadüraLadinisch für Alpenglühen. Wer kennt sie nicht, die Sage von König Laurin, dessen steinerner Rosengarten in der Abenddämmerung erglüht. Allabendlich können Sie von der Terasse des Lambrechtshof aus bewundern,wenn der Latemar leuchtet.
Herz Jesu- FeuerAuf das 19. Jahrhundert geht diese Tradition zurück und gedenkt dem Gelöbnis, das dem Herzen Jesu gegeben wurde. 1796 versprachen Tiroler Landstände angesichts der Gefahr durch die Truppen Napoleons I. feierlich, das Land dem "Heiligsten Herzen Jesu" anzuvertrauen und dies jedes Jahr aufs Neue zu gedenken. Als Herz-Jesu-Sonntag wurde der 2. Sonntag nach dem Fronleichnamfest gewählt. Andreas Hofer erneuerte das Gelöbnis vor der Berg-Isel-Schlacht gegen die Franzosen und Bayern. Hofers Truppen siegten überraschend und dies machte den Herz-Jesu-Sonntag zum hohen Feiertag. Zeichen dafür sind heute noch die Bergfeuer, die an diesem besonderen Sonntag entzündet werden und den Himmel über Südtirol beleuchten.
Eppaner SchlösserwegEppaner Schlösserweg vom Lambrechtshof aus: Gandegg , Englar,Moos, St.Valentin, Freudenstein, Boimont, Hocheppan, Korb und viele Ansitze – wandeln Sie auf den Spuren unserer Vorfahren. Auf Schloss Moos gibt eine Führung interessante Einblicke ins Leben der Adligen.
EislöcherAls Ziel für eine einfache Wanderung (ca. 20 Min. vom Lambrechtshof) sollten Sie sich vor allem an heissen Tagen die Eislöcher notieren. Ein Spaltensystem zwischen den Porphyrblöcken verursacht einen ständigen Luftstrom, der auf diesem Wege abkühlt. Bis zu einer Höhe von ca. fünf Metern kann man die Kühle in dieser Steinmulde spüren. An die 600 Pflanzenarten sind die Folge dieses enormen Temperaturunterschiedes auf engstem Raum. Unterwegs kommen Sie an den Überresten der Lambrechtsburg vorbei, die unserem Hotel den Namen lieh.
BiforaRundbogenfenster mit Trennungssäulchen und zierlichen Steinrahmungen. Sie sind ein typisches Merkmal der Anfang des 17. Jhd. entstandenen Überetscher Architekturform und befinden sich meist oberhalb des ebenfalls steingerahmten Haustors im großen Saal. Eine schmuckvolle Fassade, die zahlreiche Ansitze Schmückt und das südliche Flair unterstreicht.
KnödelIn der Burgkapelle von Hocheppan verweist das Bild der „Knödelesserin“ auf den Ursprung dieser Spezialität im 13. Jahrhundert. Zum klassischen Mittagessen gehören die Tiroler Speckknödel: Kleine aus hartem Weißbrot und Speck geröstete Würfel werden mit etwas Mehl,Milch, Eiern, Schnittlauch und Petersilie vermischt, zu runden Klößen geformt und gesotten. Seltener geworden sind die früher weit verbreiteten, mit Buchweizenmehl gemachten „plentenen“ Knödel, die Käseknödel der Fasttage, die Zwetschgenknödel oder die Blutknödel nach der Schweinschlachtung.
Die MarendeDie wohl schönste Pause der Welt gibt es in Südtirol: Bei einer „Marende“ hält man nach geleisteter Arbeit oder nach einer Wanderung wohlverdiente Rast bei Speck und Wein.
TörggelenEntgegen der naheliegender Annahme kommt "Törggelen" nicht vom Torkeln.Der Name des Brauchs leitet sich von der Torggel (lat.: „torquere“ – pressen) ab, der Traubenpresse im Kelterraum. Das Wort (lat). „Torculum“ heißt soviel wie Kelter – auf südtirolerisch „Torggl“. Begonnen hat man wahrscheinlich im Eisacktal. Die Dörfer liegen hier im Talgrund oder auf mittlerer Höhe.Die Bauern im Tal haben die Weinberge, aber keine Weiden, während die Bauern in den höheren Lagen Viehwirtschaft betreiben, aber keinen Wein anbauen können. Zwar gilt diese Konstellation fast für ganz Südtirol, aber im Eisacktal hat sich daraus ein Tauschgeschäft entwickelt.Der Weinbauer durfte ein bis zwei Stück Vieh auf die Almen schicken, dafür revanchierte sich der Talbauer mit Wein oder mit einem herbstlichen Bauernschmaus, zu dessen Anlaß der neue Wein verkostet wurde. Der Brauch beginnt mit einer Wanderung durch die herbstliche und sonnige Landschaft Eppans und endet in geselliger Runde in einem gemütlichen Gasthof oder Buschenschank bei neuem Wein, dem „Nuien“, und mit typischer, handfester Hausmannskost: Surfleisch, Rippelen, Würste, Kraut und Knödel werden aufgetischt und zur Abrundung gibt es gebratene Kastanien mit Suser (Traubenmost), Bauernkrapfen, Striezeln, Strauben und Tirtlen bilden den süßen Abschluß.Und zu aller letzt gibt’s noch ein Schnäpschen zur Stärkung für den Nach-Hause-Marsch.
BuschenschankDer Name Buschenschank geht auf die alte Tradition bäuerlicher Gastlokale zurück, während der Öffnungszeiten einen so genannten „Buschen“ (Strauß) über der Eingangstür auszuhängen. Diese Tradition wird zwar leider kaum noch gehalten, der Name ist aber geblieben..
Unser kleines Lexikon erklärt Ihnen einige typische Begriffe aus der Region, die Ihnen sicher während Ihres Aufenthaltes begegnen. Vielleicht bringt es Sie auch auf die eine oder andere Ausflugsidee.